Januar 26, 2014 Posted by admin in V

Verbundwerkstoffe

Wenn zwei oder mehr Werkstoffe zusammengefügt einen neuen Werkstoff ergeben, so wird dieser Verbundwerkstoff genannt. Manche Kunststoffe werden zum Beispiel mit Glasfasern verstärkt. Der so entstandene Verbundwerkstoff heißt glasfaserverstärkter Kunststoff. Mit Verbundwerkstoffen ist es möglich Eigenschaften zu erreichen, die genau einer Anforderung entsprechen und die die einzelnen Werkstoffe für sich alleine nicht hätten. Es gibt hier mehrere Arten von Verbundwerkstoffen:
  • Faserverstärkter Werkstoff: Hier werden Fasern, etwa in die Kunststoffmasse, eingebracht und stabilisieren sie so.
  • Teilchenverstärkter Werkstoff: Ein Beispiel hierfür ist Hartmetall. Es werden in ein zähes Metall Teilchen eines sehr harten Metalls hinein gegeben, die Eigenschaften verbinden sich. Der Werkstoff bleibt gut formbar durch das spröde Metall, erhält aber durch die harten Teilchen die nötige Festigkeit.
  • Durchdringungs-Verbundwerkstoffe: Hier werden die Hohlräume des einen Werkstoffes mit dem anderen aufgefüllt. Ein Beispiel sind schmierstoffgetränkte Lager.
  • Schichtverbundwerkstoffe: Die einzelnen Werkstoffe werden übereinander geschichtet und verbunden oder verklebt. Ein Beispiel aus dem Alltag furniertes Holz. Eine Platte aus Holz mit den gewünschten Eigenschaften wird oben und unten mit dünnen Platten eines Edelholzes verbunden.
  • Strukturverbunde: Hier werden mehrere Werkstoffe in eine bestimmte Form gebracht und verbunden. Ein Beispiel ist der Stoßfänger am Auto. Er besteht aus mehreren Schichten, die aus Kunststoff, Schaumstoff und einem Stahlblechträger zusammen gesetzt sind.