Januar 23, 2014 Posted by admin in U

Urwertkarte

Im Qualitätsmanagement werden sogenannte Qualitätsregelkarten geführt. Mit ihnen können Abweichungen in einer Produktion grafisch dargestellt werden. Anhand der entstehenden Grafiken können Rückschlüsse auf eventuelle Fehlerquellen gezogen werden und auch in kürze einsetzende Fehler können vorab schon bemerkt und behoben werden.
Eine Form dieser Karten ist die Urwertkarte. Sie ist etwa wie ein Koordinatensystem aufgebaut: Eine horizontale Mittellinie auf der Karte beschreibt den optimalen Wert. Von der Mitte nach oben wird die erlaubte Abweichung über das Optimalmaß in festgelegten Schritten unterteilt und in Spalten dargestellt. Die maximale Abweichung wird der Obere Grenzwert genannt. Die Abweichung nach unten wird ebenso angelegt. Die tiefste Abweichung vom Optimalwert wird Unterer Grenzwert genannt. Bei 75 % der Abweichungen nach oben und unten wird eine weitere Linie festgelegt, sie beschreibt die Eingreifwerte. Zwischen den Eingreifwertlinien ist kostengünstige Produktion gewährleistet. Die Werte werden am linken Rand der Karte eingetragen. Sie ist die „y-Achse“. Die „x-Achse“ beschreibt die Anzahl der Stichproben. Jede Stichprobe muss eine festgelegte Stückzahl haben, mindestens fünf. Jetzt wird in den Stichproben-Spalten die tatsächlichen, genauen Maße der Teile aus der Stichprobe mit einem Punkt markiert. Wenn bestimmte Werte häufig auftreten, erhalten sie eine Häufigkeitszahl, die Auskunft über wiederkehrende Fehler geben können. Wenn nur wenige Werte erhoben werden, also zum Beispiel nur die Länge, oder nur der Durchmesser eines Werkstückes, werden solche Urwertkarten verwendet, um die Produktionsergebnisse grafisch darzustellen. Auch als Vorstufen für komplexere Regelkarten können Urwertkarten erstellt werden.
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